Zentrale Glasfaser-Verteilergebäude in Rötenbach und Friedenweiler aufgestellt

PoP-Verteilergebäude wurden am 5. März 2025 in Friedenweiler und Rötenbach aufgestellt. (Fotos: Gutmann GmbH)

Mit der Aufstellung von zwei Verteilerstationen in Friedenweiler und Rötenbach am 5. März geht es beim Glasfaser-Breitbandausbau der weißen Flecken in der Gemeinde Friedenweiler weiter planmäßig voran. Tiefbauarbeiten für die Rohrleitungen in der Gemeinde haben mit dem Baustart im Juli 2024 begonnen und sollen nach derzeitigem Planungsstand im 3. Quartal diesen Jahres abgeschlossen werden. Danach folgen die Glasfaserarbeiten.

Für die Aufstellung und Installation von zentralen Verteilergebäuden vor Ort, die als „Point of Presence“ (PoP) bezeichnet werden, gilt es schon bei der Planung im Vorfeld einiges zu berücksichtigen. So ist bereits die Wahl des Standorts von zahlreichen Kriterien abhängig. Dazu gehört neben den Netz- und den bautechnischen Anforderungen unter anderem auch, dass der Standort für die Aufstellung zugänglich sein muss und nicht beispielsweise durch Hochleitungen versperrt wird.

Die Installation der rund 6 mal 3 Meter (Rötenbach) und 5 mal 3 Meter (Friedenweiler) großen und 20 bis 30 Tonnen schweren Pop-Stationen hat weitere Herausforderungen bereitgehalten. Bauartbedingt wird der PoP aus einem Stück geliefert, was einen Schwertransport nötig macht. Wegen der damit verbundenen hohen Anforderungen benötigt die Lieferung eine intensive Vorbereitung. Die Stationen wurden schließlich mit einem Autokran vom LKW in die vorbereiteten Stationsgruben versetzt. Die Aufstellung wurde von einem 6-köpfigen Team koordiniert und durchgeführt.

Das Gebiet für die Anbindung der sogenannten weißen Flecken in Friedenweiler umfasst eine 15,5 km lange Trasse im Tiefbau, in die zunächst Rohrverbände gelegt werden. Nach Fertigstellung der Rohrleitungen erfolgt der Einzug der Glasfaserkabel. In den Kabeln stecken teils mehrere hundert einzelne Fasern aus Glas, die dünner als ein menschliches Haar sind. Als zentrale Verteilergebäude sind die PoP-Gebäude im Glasfasernetz das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone. Hier laufen die Glasfaserkabel zusammen und die einzelnen Fasern werden für die Datenleitung ins weltweite Netz verbunden. Am Ende sind die Fasern vom Hausanschluss bis zum PoP als durchgängige Leitung vorhanden. Sie münden im PoP, wo die Umsetzung der Signale auf das Backbone und darüber zurück auf das Ortsnetz erfolgt.
Das Ortsnetz umfasst die Glasfaserleitungen vom PoP bis in die Gebäude. Als Verbindung zum weltweiten Netz ist das Backbone wortwörtlich Rückgrat im gesamten Glasfasernetz.

Der Bau im Ortsnetz wird mit Mitteln des Bundes aus dem Programm zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck und der Kofinanzierung des Landes unterstützt. Beim Aufbau des Backbones kommt Zuwendung aus dem früheren Landesförderprogramm zum Einsatz.
   

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(Erstellt am 11. März 2025)